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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Archiv für Februar 2006

Wie lange?

27.02.06 by Wolfgang Gerner

aufsatz-II

Neben der Essensfrage ist auch die „Wie lange – Frage“ regelmäßig zu Gast in der Praxis. Gemeint ist wie lange man Zähne putzen soll. Am besten stundenlang, logisch. Auf diese Frage gebe ich prinzipiell keine Antwort und monologisiere stattdessen über die Frage „Wie soll man Z…„. Meine Antwort beginnt mit einem energischen „mit einer elektrischen Zahnbürste-Ausruf“, dem schließen sich für gewöhnlich je nach spezieller Patientensituation mehr oder minder längliche Bemerkungen über Zahnbeläge, übrigens im Jargon gerade in „Biofilm“ umbenannt, Zahnzwischenraumbürsten und Zahnseiden an. Viel Z also. Elektrische Zahnbürsten sind meiner Ansicht nach Balsam für die Zähne. Gerade habe ich meiner einen neuen Aufsatz spendiert. Im Gegensatz zur althergebrachten Zahnbürste eignet sich Aufsatz weder zum Fahrradputzen, noch für Reinigungstätigkeiten im Sanitärbereich. Außerhalb des Badezimmers ist das Ding also komplett unnütz. So wandert es direkt nach dem Fototermin in die Tonne.

Kategorie: Vermischtes

kleiner Bruder

26.02.06 by Wolfgang Gerner

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Der kleine Bruder des Keramikinlays heißt „Composite“. Mit diesem Begriff werden raffinierte Kunststoffmaterialien umschrieben, zahnfarben und hoch talentiert. Dort wo früher die gute alte Amalgam-Füllung eingesetzt war, sind heute unsichtbare Materialien geschätzt. Eines davon ist Composite, es eignet sich vor allem zur Behandlung kleinerer „Löcher“. Kleine bis winzige Läsionen sind meist nur mit einer speziellen Röntgenaufnahme zu erkennen, der sogenannten Bißflügelaufnahme (Bild oben). Warum die so heißt? Keine Ahnung. Jedenfalls gab´s auf jener welche wir hier zeigen eine kleine kariöse Läsion am ersten oberen kleinen Backenzahn der rechten Seite (Kringel). Warten bis das Ding größer ist? Bitte nicht. Wir entschieden uns deshalb für die Versorgung des Zahnes mit einem kleinen Composite-Aufbau, der zwei Jahre später klinisch unauffällig ist und hoffentlich auch in den kommenden Jahren treu seinen unsichtbaren Dienst verrichtet.

Kategorie: Fallbeispiele, Vermischtes

Wann?

24.02.06 by Wolfgang Gerner

„Wann kann ich wieder etwas essen“ ist die so ziemlich am häufigsten gestellte Frage während eines Behandlungstages. Okay, in vielen Fällen ist diese nur zu berechtigt (z.B. nach der Eingliederung mehrerer Implantate), in anderen dafür völlig idiotisch (z.B. nach einer Durchsicht ohne Zahnsteinentfernung). Dementsprechend variabel fällt die Antwort aus. Interessanterweise führt hier Ironie weniger zu Gelächter und mehr zu Nachfragen. Gut daß mich nie jemand„Was kann ich wieder essen?“ fragt. Freitags könnte ich ja noch auf Gerlach´s Alphabet der feinen Küche verweisen, montags bis donnerstags hingegen müßte ich Spiegel und Pinzette hinschmeißen und Kochrezepte vortragen. Das gäbe Aufstände im Lesezimmer, aber das wäre ich dem Thema schuldig.

Kategorie: Vermischtes

Fluoride oder Genuss

22.02.06 by Wolfgang Gerner

Das Verdienst der Fluoride in der Kariesprophylaxe ist unbestritten. Hauptquelle dieses treuen Helfers der gesunden Zähne ist normalerweise die Zahnpasta, aber auch verschiedene Mineralwässer sind reich an jenem Element, das unter anderem in Bratpfannen und Unkrautvertilgern Verwendung findet. Stuttgart´s Mineralquellen erfreuen sich großer Beliebtheit: Die Bäder sind voll, die Eigenabfüllung weit verbreitet. Ob Mineralwassertrinker weniger „Löcher“ in den Zähnen hat? So verfügen Wilhelmsbrunnen II und Gottlieb-Daimler-Quelle über respektable 1,82 bzw. 1,86 mg/l Fluoride und würden damit den Zahnschmelz bis auf ewig vor einer Karies bewahren. Beide eignen sich aber mehr zum Baden und weniger für den Genuss. Dieser ist gewöhnungsbedürftig, weshalb gerne die Bezeichnung „Faulwasser“ verwendet wird. Wäre da noch die Auquelle (Bild), die immerhin mit ca. 0,3 bis 0,5 mg/Fluorid als Fluorid-Hauptquelle gut geeignet erscheint. Dazu angenehm im Geschmack und verträglich auch in größerer Menge. Und zahnbloggers favourite.

auquelle

Kategorie: Fundstücke, Vermischtes

lawblog

21.02.06 by Wolfgang Gerner

lawblog war da. Auch daß noch. Wahrscheinlich lauter Rechtsanwälte. Die Restlichen nennen sich Nicht-Juristen. Hoffentlich habe ich bei der Aufklärung nichts vergessen? Kurz nachdenken. Alle Alternativen der Füllungsmaterialien aufgezählt, eingeschränkte Fahrtüchtigkeit nach der Spritze, Stimmungstief nach Zahnarztbesuch? Müßte hinhauen. Wäre da noch die Sache mit der Rechnung. Ob´s dann wieder so wie vorletztes Jahr läuft?
„Beigefügt finden Sie zu Ihrer Kenntnis die Stellungnahme meiner Krankenkasse zu ihrem letzten Schreiben. Ich schließe mich der Rechtsauffassung der C. Krankenversicherung an. Mit freundlichen Grüßen“
Drei Briefe wegen 31,51€, Respekt. Aber zwischenzeitlich gab´s ja noch ein paar andere Juristen. Und gerade der aktuelle „Juristen-Behandlungsfall“ ist eigentlich ziemlich nett. Ob´s denen mit ihren Mandanten auch so geht?

Kategorie: Vermischtes

unsichtbar

18.02.06 by Wolfgang Gerner

Wer so nahe kommt, der schließt die Augen! Pflegte ein Hochschullehrer zu sagen, der für unsere prothetische Ausbildung verantwortlich zeichnete.

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Gemeint waren „sichtbare“ Restaurationen im Seitenzahngebiet, wie im aktuellen Fall dargestellt. Zahn wurde vor längerer Zeit mit einer weißen Füllung versorgt. Nachdem wieder ein Teilchen abgesplittert war, wurde eine Neuversorgung des Zahnes erforderlich. Nach Entfernung der defekten Füllung gähnt ein ausgedehnter Krater im Zahn. Und genau davon hängt ab, welche weitere Vorgehensweise nun gewählt wird. Im vorliegenden Fall entschieden wir uns für ein Keramikinlay, mit dem der Zahn nach einer Art Ergänzung wiederhergestellt wird. Der Vorteil: durch die Befestigung mittels eines speziellen Klebers („dentinadhäsiv“) muss keine gesunde Zahnhartsubstanz dem Halt zuliebe geopfert werden. Beißt hervorragend. Ist unsichtbar. Und schmeichelt jedem Auge, daß näher kommt. (Keramikinlay Zahntechnikermeister A. Hauke)

Kategorie: Fallbeispiele

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