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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Archiv für Mai 2009

Klassiker Teil III.

21.05.09 by Wolfgang Gerner

1956 beendet der Amerikaner Samuel Kakehashi sein Studium der Zahnmedizin, arbeitet danach in einer Zahnklinik in Boston, ist im Anschluß in einer leitenden Position tätig, bevor er als resident in peridontology am medical college in Virgina in Richmond beschäftigt ist. Er wechselt 1960 an das National Institute of Dental Research (NIDR) in Boston. 1965 veröffentlicht er zusammen mit zwei Mitarbeitern die Arbeit „The effects of surgical exposures of dental pulps in germ-free and conventional rats“ in der er der Frage nachgeht, welche Faktoren den Ausschlag geben, ob eine partiell eröffnete Pulpa nekrotisiert oder mittel bridging ausheilt. Der Studienaufbau ist gleichermaßen einfach wie einleuchtend: Kakehashi bildet zwei Gruppen von Ratten. Eine Gruppe besteht aus unter normalen Bedingungen gehaltenen Ratten, die Tiere der anderen Gruppe wachsen vollständig keimfrei auf und werden mit speziellen sterilen Nährlösungen versorgt. Jede Ratte erhält eine ordentliche Bohrung in einen rechten oberen Backenzahn, dabei wird der Nerv dieses Zahnes partiell freigelegt. Im folgenden werden im Abstand von einigen Tagen jeweils eine Ratte aus jeder Gruppe getötet und der betroffene Kieferabschnitt untersucht und histologisch aufgearbeitet. Das Ergebnis dieser Studie dürfte jedem Studenten der Zahnmedizin im Laufe seiner Ausbildung begegnen: in den Zähnen der gnothobiotischen Ratten beobachtet Kakehashi ein sogenanntes bridging, es kommt also zu Reparaturmaßnahmen, wohingegen die Pulpen der normalen Ratten samt und sonders nekrotisierten. Kakehashi´s Fazit: Nicht die Verletzung scheint die Pulpa zum Absterben zu bringen, sondern die Kontamination mit Bakterien aus der Mundhöhle. Nebenbei war damit auch die bakterielle Genese der apikalen Parodontitis zweifelsfrei nachgewiesen, die grundlegende Bedeutung der desinfizierenden Maßnahmen im Rahmen der Wurzelkanalbehandlung sollten damit endgültig wissenschaftlich abgesichert werden.

Kategorie: Vermischtes

Wurzelspitze

04.05.09 by Wolfgang Gerner


Hans-Willi Herrmann ist kein Unbekannter in der nationalen wie internationalen Endo-Szene. Champions-league könnte man auch sagen. Ein umtriebiger Geist, immer versucht das alte zu hinterfragen und neues auf die Probe zu stellen. Einer der niemals zu ruhen scheint. Ein Ergebnis dieser fruchtbaren Arbeit ist das Wurzelspitzenblog, das er zusammen mit einigen Gastautoren betreibt. Die Beiträge sind sind vornehmlich auf klinische Aspekte ausgerichtet und uneingeschränkt lesenswert.

Kategorie: Vermischtes

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