• Zur Hauptnavigation springen
  • Skip to main content
  • Home
  • Mikroskopische Wurzelbehandlungen

Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

  • Kontakt
  • Impressum und Datenschutz

Archiv für August 2009

Katze Minka

31.08.09 by Wolfgang Gerner

Nach Ortasee dann Riviera – 30 Grad plus und das komplette Programm mit Strand, Wellen und Ombrellone. Donnerstag. Wir hatten drei Nächte gebucht und verhandeln gerade die Modalitäten der Heimfahrt über Alba und eine den Urlaub abschließende, zweitägige Wanderung entweder in den Bergen (ich) oder im Schwarzwald (die Gattin). Am Abend dann ein Anruf von unseren Pensionsgästen und Beherrschern des wilden Tieres. Die Katze hätte sich noch am Mittwoch pünktlich zu den Mahlzeiten eingefunden und sei auch ansonst sehr anhänglich und pflegeleicht. Am heutigen Donnerstag leider Fehlanzeige – es sei keine Katze mehr zu sehen gewesen. An der Riviera mach sich Nervosität breit. Wenn das wilde Tier in irgendeiner Form zuverlässig ist, dann in der Einnahme der Mahlzeiten. Die Fütterungen gegen 8 und um ca. 18 Uhr sind Pflichtprogramm, der Rest unterliegt gewissen, nicht nachvollziehbaren Katzenlaunen. Freitag. Vormittags dann ab ins Piemont. Wir versuchen uns gegenseitig die Situation schönzureden. Klar kommt die Katze heute wieder nach Hause, wieso nicht. Einer von uns fährt, der andere starrt auf das Mobiltelefon. Kein Anruf, keine sms, keine Katze. Nachmittags in Alba kehrt Zuversicht ein. Heute abend kommt mit Sicherheit die sms, dann wird alles gut. Noch etwas wandern wo auch immer, am Montag wieder in Stuttgart, ab Donnerstag arbeiten – die Welt ist dein Freund. Wir entscheiden uns für einen Zwischenstopp am Ortasee, Freitag-nachmittag noch etwas baden und abends eine Pizza in Pettenasco. Dann kommt bestimmt die alles-ok-sms und alles wird gut. Aber keine Katzen-sms weit und breit. Wir rufen an. Unsere Katzenaufpasser sind am Boden. Verzweiflung. Wir beruhigen und sind selber deutlich angefressen. Samstag. Am Samstag-morgen die Gattin in Tränen. Ich habe die halbe Nacht wachgelegen und beschlossen, am Morgen direkt heimzufahren. Eine letzte Latte mit Brioche an der Grenze hinter Cannobio, ciao bella Italia! Nachmittags sind wir wieder in Stuttgart, unsere beiden Haus- und Katzenaufpasser sind am Ende. Und wir auch. Erste Gespräche mit den Nachbarn, Patroullien in der Umgebung, Auto ausladen. Keine Katze. Sonntag. Am Morgen Abreisszettel in der Umgebung aufhängen, nachmittags Handzettel ausdrucken und verteilen, mit den Nachbarn verhandeln. Keine Katze weit und breit. Abends koche ich eine Kleinigkeit, abwechselnd starren die Gattin und ich auf die Terrassentür. Weltuntergangsstimmung. Plötzlich zeigt die Gattin auf das Fenster in meinem Rücken, den Wahnsinn in den Augen: Die Katze ist zurück. Jubel, Tränen, sms an die Katzenaufpasser. Die letzten drei Urlaubstage werden der Genuss schlechthin: Lesen, sporteln. Katze.
Zweiter und abschliessender Teil des Sommer-Beitrags im zahnblog.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Katze

gita in bicicletta

30.08.09 by Wolfgang Gerner

Pünktlich nach der Landesgrenze beginnt das Radio zu rauschen, eine Sendersuche ist angezeigt. Das aktivieren der scan-Funktion bringt nacheinander die stärksten zu empfangenden Sender. Einer der ersten angebotenen ist R.Maria, derzeit wird ein Rosenkranz übertragen. Der Prediger führt mit einem kratzigen Ave O Maria, die Gläubigen antworten mit Prega per noi. Bienvenuti in Italia! Italien ist ein frommes Land. Kein noch so kleines Dorf ist ohne Kirche, in einigen davon lenken braune Wegweiser die Reisenden nach einem Santuario. Dahinter verbergen sich für gewöhnlich mehr oder minder ordentliche Wallfahrtskirchen, teilweise in spektakulärer Lage. Eine dieser Kostbarkeiten ist das Santuario Madonna del Sasso, knapp 500 Meter auf einem Felsen über dem Ortasse gelegen. Für den normal-Frommen ist Madonna del Sasso nicht unbedingt eine Pflichteinheit, für den normalen ciclisti hingegegen ist der knackige Anstieg von San Maurizo d´Opalio aus auf jeden Fall eine Fahrt wert. Mit dem Rad ist diese etwas längere Rampe eine gute Vorbereitung für das Brett auf der anderen Seite des Sees, den Mottarone. Dort liegen die Verhältnisse etwas anders. Zwischen Omegna am Ostende des Lago D´Orta und dem Mottarone darüber liegen ca. 1350 Höhenmeter und eine gerüttete Anzahl steiler Passagen. Ein anderes Kaliber als mancher stramme Pass in den Alpen. Die Auffahrt besser über den Umweg Stresa und Gignese (lausiger Asphalt), runter dann über Armeno und Ortasee (Asphalt sehr ordentlich). Erster Teil des Sommer-Beitrags im zahnblog.

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Ausdauer

Paris

15.08.09 by Wolfgang Gerner

Seit einiger Zeit verbindet TGV Stuttgart direkt mit Paris, genauer: die Metropole an der Seine ist in kurzen 3 Stunden 40 Minuten bequem zu erreichen. Die Gattin erfährts eine halbe Stunde vor Abfahrt, so bleibt weniger Zeit fürs packen und es gibt nachher weniger zu schleppen. Unmittelbar neben dem Gare de l´Est sind diverse Hotels verfügbar, wir buchen eine Nacht im all seasons. Ein Etagenhotel wie sich herausstellt, klein, farbenfroh und sauber. Am nächsten Morgen Spaziergang zum Centre Pompidou, weiter an die Seine und direkt aufs Boot eingegrätscht, es gibt keine angenehmere Art und Weise den Tag zu vertrödeln als von einem Fluß aus ans Ufer zu schauen. Einen Blick auf dem Eifelturm, das Boot kehrt um, wir steigen gegenüber Notre Dame aus. Der Mittagshunger meldet sich. Im nächst gelegenen Restaurant sitzen 4 Gäste an zwei Tischen, wir besetzen einen weiteren und ordern Nudeln und Gazpacho. In Windeseile füllt sich die Terasse, an den aufgetragenen Speisen dürfte es freilich nicht liegen. Spaziergang zum Louvre, einen Blick auf die Pyramide und weiter ins Café. Viele Gruppen sind unterwegs, vorneweg der Leiter mit dem Schirm, hintendran meist Jugendliche oder Versehrte. Erstere kümmern sich wohl um wichtigers, letztere leiden unter der argen Hitze. Immerhin hat der Wetterbericht knapp 30 Grad für heute versprochen und er hält sein Wort. Wir gönnen uns zunächst Kaffee und Kuchen danach noch etwas kühles und machen uns dann auf in Richtung Bahnhof. Irgendwo zwischen Louvre und Gare de L´Est treffen wir auf einen Laden der einen Besuch fömlich erzwingt: E. Dehillerin, Le Specialiste du Materiel de Cuisine. Ein Geschäft wie ein Museum, in ungezählten Fächern und Regalen findet sich alles was Küchenmeisters Herz begehrt. Ein Schwerpunkt liegt auf Formen für Tarte und kleinen Kuchen, die Auswahl ist grandios. Weiter Richtung Bahnhof. Der Boulevard de Strasbourg, kurz vor dem Gare de L´Est ist wohl die beauty-Meile für die schwarzen Einwohner von Paris, kurz vor dem Abend wird in den ungezählten Friseurstuben geschnitten was die Scheren hergeben, auf dem Gehweg werden flyer verteilt und potentielle Kundinnen angesprochen. Der Ton ist laut aber friedlich, die Stimmung entspannt. Kurz vor halb 7 braust TGV wieder Richtung Stuttgart, um 11 gibts Futter für das wilde Tier. Unlängst war in der SZ zu lesen, das sich sich weniger die großen Ausgaben ins Gedächtnis einbrennen und mehr die köstlichen Erlebnisse. TGV nach Paris wird eines davon sein.

Kategorie: Vermischtes

socket preservation

12.08.09 by Wolfgang Gerner


Mit dem Verlust des Zahnes geht regelmäßig auch ein Teil des Weichgewebes stiften. Das ist im Seitenzahngebiet nicht sonderlich dramatisch, im einsehbaren Frontzahn-, oder Prämolarengebiet aber durchaus ein in der Behandlungsplanung zu berücksichtigender Umstand. Geht zuviel Gewebe verloren, werden die künstlichen Zähne meist zu lang – dem Gegenüber fällt auf daß das Zahnfleisch weiter oben ist, oder daß die Proportionen zwischen Länge und Breite nicht mehr stimmen. Oder er sagt ganz einfach, daß der neue Zahn nicht schön aussieht. In jedem Fall hat der Patient die Pechkarte gezogen. Im gezeigten Fall ist der erste kleine Backenzahn in der Mitte durchgebrochen (Bild links) und soll durch ein Implantat ersetzt werden. Wir haben die Technik der Sofortimplantation gewählt, bei der unmittelbar nach der Entfernung des Zahnes ein Implantat in das Zahnfach gesetzt wird. Um das Weichgewebe zu stützten, haben wir ein Schleimhauttransplanat aus dem Gaumen entnommen und in das Zahnfach eingenäht (Bild in der Mitte). Dieses augmentative Verfahren nennt sich socket preservation. Unser Patient ist von auswärts, greift 5 Tage nach der Behandlung zum Telefon um zu fragen ob der Zahnarzt um die Ecke die Fäden nicht auch entfernen könnte („gerne“) und ist nach 5 Wochen wieder in der Gegend. Eine Wurzelbehandlung unten links sei fällig, Notfallbehandlung im Urlaub. Wir wurzeln den Zahn unten links und knipsen die Situation oben rechts (Bild rechts). Schaut gut aus.

Kategorie: Vermischtes

Zahnarzt Dr. Gerner, Zahnerhaltung und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen.