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Zahnarzt Dr. Gerner

Zahnerhalt und Zahnersatz, mikroskopische Wurzelbehandlungen

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Archiv für April 2012

Training 17 KW.

29.04.12 by Wolfgang Gerner

Was diese Woche los war. Im Training und sonst.

Montag. Nach wie vor ist es gefühlt saukalt und dementsprechend übersichtlich gestaltet sich das Interesse am abendlichen Schwimmtraining. Raus aus den warmen Klamotten, rein ins kalte Wasser …. nach einem anstrengenden Montag ist das nicht zu machen – das abendliche Training fällt deshalb aus.
Dienstag. Im Geschichtsverein steht der Maya-Kalender an und die damit verbundene Weltuntergangsprognose für Ende Dezember 2012. Unser Referent Herr Prof. Keller, ehemaliger Leiter des Planetarium Stuttgart, führt sehr anschaulich vor, das der Weltuntergang erst in einigen Millionen Jahren stattfindet. Nämlich dann, wenn sich die Sonne in einen roten Riesen verwandelt, die Temperaturen auf der Erde ins unermessliche steigern und damit kein höheres Leben möglich ist. Das geht für mich soweit in Ordnung.
Mittwoch. Zwei Tage ohne nenneswerte Bewegung entfachen eine enorme Vorfreude auf den Heimlaufer nach Dienstschluss. Und er wird großartig. Dazu die großartige Wetterpronose fürs Wochenende. Jubel.
Donnerstag. Das Mountainbike mit in die Praxis genommen und auf einer langen Runde bei angenehmsten Bedingungen heimgeradelt. Bellisimo. Donnerstag-Nachmittag kann ich erstmals nach dem Wochenende wieder meinen Garten inspizieren. Unser uralter Salbei, vom harten Winter arg gebeutelt, treibt endlich wieder aus. Nochmals Bellisimo. Abends mit supernetten Überweisern in die Wielandshöhe. Ein drittes Mal Bellisimo.
Freitag. Wieder mit dem Rad in der Praxis. Gemütlich über die Stadt nach Hause, unterwegs Besorgungen erledigen, denn abends sind Gäste angesagt. Gegen acht sind endlich alle Gäste eingetroffen, zur Begrüßung gibts einen Sekt. Bald ist beste Stimmung im Hause, die beiden Gemahlinnen erklären den jeweilgen Heimtransport zu verantworten und lehnen weitere Kredenzen kategorisch ab. Um halb Eins ist Schicht, die vier verabschieden sich gemeinsam. Am Steuer: die Männer ….
Samstag. Heißes Wetter ist angesagt. Bis ich mit dem Triabike loskomme, ist es kuschelige 25 Grad warm. Auf der Abfahrt ins Neckartal denke ich über den Sonneschutz nach, der unbeachtet im Badezimmer liegt. Nachmittags gibts rote Streifen wo das Jersey bzw. die Hose aufhört – très chic. Wie alt muss man werden, um eine Sommer ohne Sonnenbrand zu überstehen?
Sonntag. Morgens ein gemütlicher Lauf ums Haus, danach entspannte Wanderung auf der schwäbischen Alb bei Ochsenwang. Wie gewohnt ist unsere Grillstelle verwaist, also rasch ein Feuer gemacht für die Nürnberger vom Schwäbisch-Hällischen Metzger. Das geht auch recht flott und bald ist alles aufgegessen. Mitgriller treffen per Fahrrad ein, ein Pärchen ists. Und die beiden haben offensichtlich noch einen Strauss auszufechten und giften sich mehr oder weniger offen an. Wir machen uns vom Acker. Sobald wir ausser Sichtweite sind wird der Ton lauter und noch einige Meter später wabern einzelne Wortfetzen zu uns durch. Und die sind nicht nett. Da haben wir es besser. Nehmen die nächste Bank in Beschlag und halten Mittagsschlaf.
Fazit. Mit einer Gesamtzeit von neun Stunden bin ich diese Woche an die Obergrenze dessen angelangt, was heuer an Training machbar ist. Für einen anständigen Ironman ist das zu wenig, hier sollten nach meinem Dafürhalten die Umfänge um diese Zeit wesentlich konstanter und vor allem höher sein. Deshalb wird´s dieses Jahr wohl nix mit einer Langdistanz. In gewisser Weise erinnern mich die Umstände an 2010, wo ebenfalls nach einem Klasse Wettkampf das Jahr zuvor eine Verschnaufpause nötig war ….

Kategorie: Vermischtes

Tim Raue* und Margaux*

13.04.12 by Wolfgang Gerner

Ein Abstecher nach Berlin. Und als Experten in Sachen Heimweh lieber etwas kürzer und dafür …

Tim Raue. „Klappt das mit den Stäbchen?“ frägt die junge Dame freundlich, nachdem sie uns eine ganze Reihe kleiner blauen Schälchen voller Köstlichkeiten serviert hat – ja, das klappt und los gehts in einen Abend voller aromatischer Überrraschungen und Einzigartigkeiten, die ihresgleichen suchen. Dienstag-abend nach Ostern, die Reservierungen in Tim Raue´s Restaurant halten sich in Grenzen. Die Stadt sei ausgeflogen bemerkt später Restaurantleiter und Sommelier Macionga, den Speisen tuts kein Abbruch, das team aufmerksam und entspannt.
Das Essen. Ein Spiel von Aromen und Texturen, von Formen und Farben. Gerne mit einer versteckten, im Hintergrund präsenten Schärfe, die dem Gericht gut tut und die Wahrnehmung schärft. Aber was sagt man zu Seeigeleis, zu blauem Hummer mit Passionsfrucht und Ingwer oder zur Jasmintaube? Jeder Teller kommt als Kunstwerk an den Tisch, ermahnt zu einem Augenblick der Stille und Bewunderung bevor die Neugierde die Oberhand gewinnt, Geschmack sich entfaltet und zum Abschluss der Soßenlöffel auch noch den allerletzten Fitzel des Soßenspiegels aus 20 Jahre altem Reiswein vom Porzellan kratzt.
Die Getränke. Bewundernswert, was Sommelier Macionga an den Tisch bringt. Ob eine Spätlese von der Mosel, eine Art Portwein aus Lanzarote oder ein köstlicher japanischer Sake, die Abstimmung mit den Gerichten ist fantastisch. Und immer dabei: eine Anekdote zum Wein. Ein, zwei kurze Sätze über das Besondere an dieser Flasche, ich liebe das! Ein highlight sicher die Peking Ente in der Interpretation TR die in drei unterschiedlichen Zubereitungen serviert wird und demtentsprechend auch von drei verschiedenen Weinen begleitet wird. Unglaublich.
Fazit. Die fernöstliche Handschrift Tim Raue´s ist für uns etwas ganz besonders. Sicherlich nicht Speis und Trank zu jeder Gelegenheit, mehr ein Abenteuer für Geschmack und Sinn. Und dieses Abenteuer sollte man sich nicht entgehen lassen.

Margaux. Michael Hoffmann steht für mich als der Vertreter einer spannenden Kräuter- und Gemüseküche dargestellt nicht nur in regelmäßigen Beiträgen, sondern auch in einem herrlichen Buch, welches ich seit gefühlten Ewigkeiten in meiner Küche liegen habe. Weniger um die Rezepte akribisch nachzukochen – ein Ding der Unmöglichkeit – und mehr um Anregungen für meine eigene Kocherei zu finden.
Gemüse. Das vegetarische Menü im Margaux besteht aus acht Gängen. Das ganze liest sich so: _Sellerie, Radieschen, Karotten, Gartenkräuter_Topinambur, Schnittlauch, Trockenpflaume, Quitte, Limone_Gemüse, Textur&Boullion_Birne, Bohnen, Dill, Minze, Bohnenkraut, Himbeeren_Szegediner Kohl, Paprika, Lauch, Schafsmilch_Haferwurzel, Hefe, Erdmandeln, Malz_Aubergine, Süßkartoffel, Rauch, Pak Choi, Schnittlauch, roter Rübenfond_ Zitrone, Yoghurt, Tee, Molke, Rauchmandeln. Und es isst sich so: aufregend, komplex, abenteuerlich, vielschichtig. Das Ganze in meisterlicher Präzision an den Tisch gebracht, auf bildschönem Hering-Porzellan dargeboten, in Form von glasklaren, unendlich kraftvollen Brühen, fluffigen Gelees oder sämigen Soßen, auf den Punkt gegarten Produkten oder kross getrockneten Elementen.
Die Überraschung. Der Gang Topinambur, Schnittlauch, Trockenpflaume in Kombination mit Quitte und Limone – ein fantasievolles Spiel von Texturen, Aromen, Formen und Farben. Der Fond aromatisiert mit einem Traubenkernöl das nach Marzipan schmeckt, dazu ein Pinot blanc aus dem Elsaß, der exakt die Aromen wiederspiegelt.
Michael Hoffmann. Gegen Ende des Abends frage ich unseren sehr aufmerksamen Kellner, ob auch der Chef im Hause sei. Ja, das sei er, ist die Antwort mit leichter Überraschung in der Stimme, er sei aber auch sehr scheu und zurückhaltend. Er müsse schauen, ob er etwas für uns machen könne. Nach dem letzten Gang, aber vor dem Finale aus Schokolade, Olivenöl, rosa Pfeffer, Kakao und Curry, Essig-marshmellows, Esterhasy, Cassis, Lebkuchen und rote Beete tritt Hoffmann an den Tisch. Sympathisch, authentisch und klug, mit wachsamen Augen. Wir unterhalten uns eine Weile, bis Frau Hoffmann den Küchenchef an die große Tafel abzieht. Schade, denke ich etwas traurig als er sich freundlich verabschiedet, da gäbe es noch einiges Interessantes zu erfahren ……

Kategorie: Vermischtes Stichworte: Essen und Trinken

09.04.12 by Wolfgang Gerner

Endlich: der erste Urlaub dieses Jahr steht an. Aber davor gibt´s noch einiges zu erledigen. Die Karwoche in Kurzform.

Montag. Fröhliches Absagen und tauschen an diesem Montag – ein Klassiker. Ganz besonderes wenn Ferien anstehen. Der ein oder andere will offenbar seinen kostbaren Urlaub nicht beim Zahnarzt absitzen …. hät er auch früher drandenken können. Unsere Mannschaft behält die Sache im Griff und so ergeben sich keine Leerläufe. Mittags wird das erste Angebot für den Umbau unserer Sterilisation abgegeben. Nach Feierabend sollte die Quartalsabrechnung erledigt werden, die Gemahlin hat eine bessere Idee und so endet der Arbeitstag hier.
Dienstag. Ähnliches Chaos wie am Montag, dazu viele Wurzelbehandlungen. Abends heimlaufen bei milden Temperaturen, dazu etwas Feuchtigkeit. Im Nesenbachtal unterhalb von Kaltental ein flüchtiger Blick auf ein Stück eines gemusterten Astes auf dem Fahrradweg … besser umdrehen und draufschauen. Ein Feuersalamanders ist´s, ca 10 cm lang, der den Fahrradweg gemächlich überquert. Schnell den Guten ins Gebüsch gelupft, wär ja schad drum.
Mittwoch. Ein Hospitant in der Praxis, will bei unseren Wurzelbehandlungen zuschauen. Mittags Kermikinlays einsetzen, abends heimlaufen. Immer noch keine Quartalsabrechung erledigt.
Gründonnerstag. Letzter (halber) Tag vor den Ferien, Jubel. Die restlichen Angebote treffen ein und verbreiten gute Laune. Weniger was die Preise angeht, aber der Umstand, das alle Angefragten zumindest pünktlich Angebote abgeben macht Hoffnung. Nachmittags QA. Auf dem Heimweg ein Gang durch die Markthalle, denn abends abends wird gekocht. Der Hauptgang ist vom schwäbisch-hällischen Schwein und gerät vorzüglich. Und morgen der erste Ausschlafer.
Karfreitag. Vormittags das Mountainbike geschnappt für eine Runde um die Stadt, nachmittags kollegiale Supervision mit meinen ehemaligen Mitstreitern aus der Ausbildungsgruppe zur personzentrierten Beratung. Es ist zwar ein Unding, alle fünf um einen Tisch zu kriegen, drei werdens aber immer.
Ostersamstag. Katja und ich besorgen mein Ostergeschenk: einen 28 cm Bräter. Die B(e)raterin im Breuninger ist in bester Laune. Und kommt nochmals richtig in Fahrt als wir ihren Spass mit dem Karnickel, der sich mühelos im neuen Topf unterbringen liese mit dem Hinweis entgegnen, einen solchen hätten wir gerade gegenüber besorgt. Jetzt gibts noch Kochrezepte dazu, eine ausführliche Pflegeanweisung und das gute Gefühl, dazu zu gehören. Ausserdem sei der Topf mit zwei unterschiedlichen Preisen ausgezeichnet, bemerkt Frau gute Laune verschwörerisch, um uns mit Augenzwinkern den niedrigen Preis zuzugestehen.
Ostersonntag. Ausflug oder Sport? Ausflug. Während in Stuttgart noch knapp 10 Grad angesagt sind, steigen wir in Welzheim bei gefühlten Minustemperaturen aus dem Wagen. Wo sind die dicken Jacken? Ein paar Meter auf dem Wanderweg und es wird klar: das ist so nicht zu machen. Also umdrehen, rasch die schlechte Laune abarbeiten und in Stetten um die Y-Burg geschlendert. Und auch hier tragen alle Menschen bunte Funktionsjacken und Wollmützen. Und nachmittags ein herrliches Schläfchen aufm Sofa in, den Nachbarskindern seis gedankt, paradisischer Stille.

https://www.stuttgart-wurzelbehandlung.de/1411/

Kategorie: Vermischtes

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