apikale Parodontitis

Eine apikale Parodontitis ist eine Entzündung (”-itis”) des Zahnhalteapparates (”Parodont”) im Bereich der Wurzelspitze (”apikal”). Klingt einfach, oder? Die Ursache dieser Entzündung ist meistens ein abgestorbener Zahnnerv. Unser Zahn erhielt vor vielen Jahren eine Krone, durch die Verletzung des Zahnbeins ging das Zahnmark nebst Nerv in die ewigen Jagdgründe ein. Dabei kann der Patient von üblen Zahnschmerzen bis nullkommanull Probleme alles erleben. Hier bemerkte Patient ein Eiterbläschen am Zahnfleisch. Sowas nennen wir Zahnärzte ein Fistelmaul. Das Problem lässt sich mittels einer sorgfältigen Wurzelkanalbehandlung gut lösen. Die Kontrolle unserer Wurzelfüllung schaut ordentlich aus, das wird was. Der schwarze Fleck an der Wurzelspitze zeugt übrigens von dem Umstand, das an der -itis auch Bakterien beteiligt sind.

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Nach einem halben Jahr gibt es eine erste Kontrolle des Heilungsverlaufes. Patient, in aufgeräumter Stimmung, berichtet, daß die Eiterblase verschwunden sei und keinerlei Probleme aufgetreten seien. Das bestätigt unser Röntgenbild: der schwarze Fleck ist weg, die Entzündung ist ausgeheilt.

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2 Kommentare

[...] Letztendlich ist das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung die Ausheilung oder Vermeidung einer apikalen Parodontitis. Der Weg dorthin ist jedoch verschlungen. Zumindest wenn man die unterschiedlichen Ansichten betrachtet, die hierüber existieren. Prof. Gunnar Bergenholtz ist ein, wenn nicht der Vertreter der “skandinavischen Schule” in der Endodontie. Sein Vortrag auf dem Quintessenz-Kongress am Samstag-Vormittag war wie es sich für einen Doyen dieses Faches gehört: kompetent, spannend und lehrreich. Sicherlich waren die Inhalte seines Vortrages jedem Teilnehmer im Gedächtnis, trotzdem erweist es sich als ein ungemein kurzweiliges Erlebnis diese genau von demjenigen präsentiert zu bekommen, der sie mitentwickelt hat. Ein Charismatiker wir Bergenholtz macht nicht den Fehler hinlänglich bekanntes in epischer Breite aufzuarbeiten. Stattdessen springt er von den Fragezeichen zu den Fragezeichen unseres Faches. Zeigt auf die Probleme und bietet Lösungen an. Ein Meister eben. [...]

[ 1 ]  Zahnblog » Bergenholtz | 30.04.06, 22:14 Uhr

[...] Von einer apikalen Parodontitis war an dieser Stelle schon die Rede, von der postendodontic-desease noch nicht. Bei letzter handelt es sich um ein Entzündungsgeschehen im Bereich der Wurzelspitze, welches nach einer Wurzelbehandlung auftritt. Therapie der Wahl ist die Revision, also das Entfernen der alten Wurzelfüllung verbunden mit einem Reinigen und Desinfizieren der Wurzelkanäle. Im links dargestellten Fall (Bild oben vor der Behandlung, in der Mitte nach Behandlungsabschluß) konnten wir die Patientin 8 Monate nach dem Eingriff nachuntersuchen – Grund ihres Kommens war aber weniger der linke Zahn (”hier ist alles in Ordnung, warum fragen Sie?”) und mehr ein Zahn auf der rechten Seite (kein Bild). Das Bild unten zeigt die derzeitige Situation mit einem zwar deutlich verkleinerten Schatten, aber eben noch lange keinem ausgeheilten Entzündungsherd. Nach meiner Erfahrung zeigen gerade die Zähne mit einer langen Krankengeschichte eine verzögerte Heilungstendenz. In unserem Fall liegt die Wurzelbehandlung rund 5 Jahre zurück, was bedeuten könnte, daß Geduld hier durchaus angebracht sein könnte. [...]

[ 2 ]  Zahnblog » Geduld | 30.11.06, 23:37 Uhr

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