Auseinander gebrochen!

Wurzelkanalbehandlungen sind grundsätzlich ein dankbares Betätigungsfeld… und in der Mehrzahl der Behandlungsfälle können wir auch erheblich kompromitierte Zähne dauerhaft erhalten. In der Folge wagt man sich auch an Zähne, die eigentlich nicht mehr widerhergestellt werden können.

16-fraktur
Fraktur der Krone eines
oberen Backenzahns

Frakturen oder Brüche sind in den meisten Fällen so eine Art Totenglöckchen für den Zahn. Unter Vorbehalt des Misserfolges schloßen wir in vorliegendem Fall die Wurzelkanalbehandlung des stark angeschlagenen Zahnes ab und versorgten die Krone mit einer dentinadäsiven Aufbaufüllung. Diese sollte die beiden Teile des Zahnes (”Fragmente”) über eine Klebeverbindung stabilisieren. Leider nur ein frommer Wunsch: zwei Wochen nach Abschluß unserer Behandlung brach der Zahn auseinander. Wir mußten den Zahn daraufhin entfernen – ein trauriger Höhepunkt in der vergangenen Woche.

7 Kommentare

Warum mußte der Zahn denn raus?
Kann man da nicht einen Stift reinschrauben und ne Krone drauf machen?
Dachte bisher immer das wäre der beste Weg.

[ 1 ]  Jo | 21.02.06, 10:21 Uhr

Im vorliegenden Fall verlief die Frakturlinie vertikal in Richtung Alveolarknochen. Stifte werden verwendet um Aufbauten am Zahn zu befestigen. Dieser Aufbau trägt dann später die “Krone”. Oder einfach gesprochen: Zahn horizontal gebrochen, Aufbau mit Stift überlegenswert, Zahn vertikal frakturiert, meistens Feierabend.

[ 2 ]  Wolfgang Gerner | 21.02.06, 19:56 Uhr

Danke.

[ 3 ]  Jo | 21.02.06, 20:10 Uhr

Hallo,
was passiert nun mit der Lücke ? Was muss getan werden, wenn z.B. der letzte obere Backenzahn (Nr.7, kein Weisheitszahn dahinter) entfernt werden muss, kann man die Lücke einfach so lassen oder verabschiedet sich dann auch noch der untere Zahn, da er keinen Gegenbiss mehr hat ?
Danke & Gruß, Iris

[ 4 ]  Iris Meindermann | 12.10.06, 13:12 Uhr

@4 Eine Lücke im Seitenzahngebiet braucht nicht unmittelbar nach der Behandlung weiterversorgt werden. Bei einer soliden Verzahnung der Ober- und Unterkieferzähne wird sich nach meiner Erfahrung auch über einen längeren Zeitraum keine Zahnbewegung einstellen. Veränderungen wie bsp. Kippungen in Lücken oder Elongationen (ein Zahn wächst aus seiner Alveole heraus) sind meistens dann zu verzeichnen, wenn die Gegenbezahnung unvollständig ist: Kommt Patient mit der eingeschränkten Kaufunktion nicht zurecht oder leidet er unter der ästhetischen Beeinträchtigung muß natürlich über eine prothetische Versorgung nachgedacht werden.

[ 5 ]  Wolfgang Gerner | 15.10.06, 16:44 Uhr

ohje, genau so ein vertikaler Bruch ist mich auch passiert und weil ich fliegen musste ist der Zahn jetzt auch erst mal nur geklebt. Das hält schon 3 Wochen und muss noch mindestens eine Woche halten. Fühlt sich aber schon irgendwie “wurzelempfindlich” an, obwohl der Zahn wurzelbehandelt ist. Ist übrigens der 1. hinterm Eckzahn. Wenn der weg ist, sieht das bestimmt scheusslich aus. wie lange halten Implantate eigentlich?

[ 6 ]  Elena Reith | 12.11.07, 22:54 Uhr

Genau das ist mir auch passiert :(

Muss mal schauen ob der Zahn raus muss, derzeit steht noch eine Seitenwand. Und ehrlich gesagt hab ich mich an die gewöhnt, als “seitlichen Schneidezahn” sozusagen. Wird aber eher ungesund sein was das Thema entzündungen angeht …

[ 7 ]  Sohn der Sonne | 08.10.08, 14:35 Uhr

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