Fluoride oder Genuss

Das Verdienst der Fluoride in der Kariesprophylaxe ist unbestritten. Hauptquelle dieses treuen Helfers der gesunden Zähne ist normalerweise die Zahnpasta, aber auch verschiedene Mineralwässer sind reich an jenem Element, das unter anderem in Bratpfannen und Unkrautvertilgern Verwendung findet. Stuttgart´s Mineralquellen erfreuen sich großer Beliebtheit: Die Bäder sind voll, die Eigenabfüllung weit verbreitet. Ob Mineralwassertrinker weniger “Löcher” in den Zähnen hat? So verfügen Wilhelmsbrunnen II und Gottlieb-Daimler-Quelle über respektable 1,82 bzw. 1,86 mg/l Fluoride und würden damit den Zahnschmelz bis auf ewig vor einer Karies bewahren. Beide eignen sich aber mehr zum Baden und weniger für den Genuss. Dieser ist gewöhnungsbedürftig, weshalb gerne die Bezeichnung “Faulwasser” verwendet wird. Wäre da noch die Auquelle (Bild), die immerhin mit ca. 0,3 bis 0,5 mg/Fluorid als Fluorid-Hauptquelle gut geeignet erscheint. Dazu angenehm im Geschmack und verträglich auch in größerer Menge. Und zahnbloggers favourite.

auquelle

2 Kommentare

ist das eigentlich mittlerweile/immer noch unumstritten mit dem Fluorid? Hatte vor langer Zeit mal irgendeinen Menschen gehört der sehr energisch behauptete, das wäre Wahnsinn, so einen hochtoxischen Stoff wie Fluor/Fluorid einfach so der breiten Masse als gesundheitsfördernd zu verabreichen.

[ 1 ]  enk | 23.02.06, 09:05 Uhr

Chemisch betrachtet handelt es sich mit Sicherheit beim Fluor um ein potentes Element. Im Gegensatz dazu ist die Kariesprophylaxe mit Fluoriden hilfreich und dazu praktisch nebenwirkungsfrei. Bei einer (leicht zu vermeidenden) Überdosierung drohen weiße Flecken im Schmelz (”Dentalfluorse”), mehr ist mir nicht bekannt. Dem stehen die positiven Eigenschaften in der Kariesprävention gegenüber. Eigentlich ist der deal perfekt.

[ 2 ]  Wolfgang Gerner | 23.02.06, 19:54 Uhr

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