paper point technique

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Die Bestimmung der Länge eines Zahnes ist zunächst recht einfach. Lineal an den Zahn halten, ablesen, fertig. Alternativ das Lineal an das Röntgenbild des betreffenden Zahnes halten, das tut weniger weh… Mit der Bestimmung der Arbeitslänge in der Wurzelkanalbehandlung hat das aber wenig zutun. Die Arbeitslänge ist der Abstand von einem sogenannten Referenzpunkt im Bereich der Krone bis zu demjenigen Punkt, an dem die Aufbereitung endet. Neben der elektronischen Längenbestimmung (Beitrag hierüber später) setze ich oft die paper point technique ein. Das Prinzip: im Kanal des Zahnes bleibt die Papierspitze trocken, außerhalb des Zahnes nimmt die Papierspitze Feuchtigkeit auf, wie z.Bsp. etwas Blut. Stimmt die “Länge der Papierspitze” mit der Arbeitslänge überein, wird die Wurzelfüllung dort enden wo sie enden soll: im Wurzelkanal und nicht im Kieferknochen. Im anderen Fall ist eine Korrektur fällig. In unserem Beispiel geht es um einen oberen seitlichen Schneidezahn (”oberer Zweier”). Die Kontrollaufnahme zur Lage des Stiftes vor der Wurzelfüllung sieht ordentlich aus (Bild oben links). Abmessen der Länge des Stiftes (Bild unten links) und des paper points (Bild unten rechts) mit der Meßlehre (in unserer Praxis “Lineal” genannt). Der Guttaperchastift der später die Grundlage der Wurzelfüllung bildet wird auf diese Länge überprüft.. und eingesetzt. Die Kontrolle schaut gut aus (Bild oben rechts), das wird funktionieren.

1 Kommentar

[...] Die elektronische Längenbestimmung gilt zwar als Mittel der Wahl, bei der Behandlung von überkronten Zähnen ist sie jedoch, vornehm ausgedrückt, recht anstrengend. Grund ist die gute Leitung der Metallkronen, die auch trotz Kofferdamisolierung für Leitungsbrücken und krasse Meßergebnisse sorgt. Auch im vorliegenden Fall eines oberen seitlichen Schneidezahns war allenfalls ein Näherungswert darstellbar. Bleibt die gute alte Masterpoint-Aufnahme (Bild oben). Hierbei wird ein Guttaperchastift eingemessen und röntgenolgisch kontrolliert. Unserer schaut knapp über die Wurzelspitze hinaus, er ist also etwas zu lang. Das ganze wird mittels der paper-point-technique überprüft und der Stift mit einer Schere gekürzt. Jetzt passt es genau richtig (Bild unten): Die Wurzelfüllung endet innerhalb der Wurzelkontour, begrenzt von einer sehr feinen schwarzen Linie. [...]

[ 1 ]  Zahnblog » genau richtig | 12.11.06, 19:17 Uhr

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