Perforation II

Zwei Wochen nach Op läßt das Ergebnis zu wünschen übrig: Im Bereich der Perforation kam es zu einem deutlichen Rückgang der Gingiva, dies nennt man “Rezession”. Wie daß? Zunächst versuchten wir zwar den Lappen in der alten Position zu fixieren, im Rahmen der Ausheilung nach OP beobachtet man jedoch so gut wie immer einen gewissen Gewebeverlust. Ein weiterer Punkt könnten Mikrobewegungen im OP-Bereich sein, die durch Wangenzug oder durch Manipulationen wie sie z.B. bei der Zahnpflege ausgelöst werden können. Alles in allem ist dieses Resultat zwei Wochen nach OP aber im Bereich dessen, was kommen kann. Freilich läßt diese Situation im Augenblick keine Weiterversorgung der Zähne mit Kronen zu, wie es ursprünglich geplant war. Vielmehr wird nach einer angemessenen Wartezeit von einigen Wochen die Situation neu bewertet und entsprechend angegangen. Fortsetzung folgt.

1 Kommentar

[...] Rund fünf Wochen nach der Nahtentfernung ist zwar die “marginale Gingiva”, also das unmittelbar am Zahn anliegende Zahnfleisch weiter ausgeheilt, der Zahnfleischverlauf (weiße Kurve bzw. Achterbahn) bleibt aus ästhetischer Sicht weiter diskussionswürdig. Gut erkennbar ist der Umstand, daß der eine Zahn länger ist als der andere. Und das mittendrin. In dieser Situation empfehlen wir eine Rezessionsdeckung mit einem Bindegewebstransplantat vom Gaumen. Klingt nach einer größeren Geschichte, ist in Wirklichkeit aber recht simpel. Mit der Verpflanzung des Gewebes kann der nach oben gerutschte Zahnfleischverlauf wieder ausgeglichen werden und die ursprüngliche Lage wie vor der Perforation wiederhergestellt werden. Die Patientin bat um Bedenkzeit. Nachdem in der Zwischenzeit auch schon wieder vier Wochen rum sind, ist die Fortsetzung des Falles leider recht ungewiß. [...]

[ 1 ]  Zahnblog » Perforation III | 06.08.06, 17:36 Uhr

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