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	<title>Zahnblog &#187; Personzentriert</title>
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	<description>Die ganze Welt der Zähne</description>
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		<title>Drei Monate später &#8211; Fortsetzung</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 08:17:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Gerner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personzentriert]]></category>

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		<description><![CDATA[Zentrales Axiom in Carl Rogers personzentrierter Persönlichkeitstheorie ist die Aktualisierungtendenz. Dazu schreibt R.: In meinen Augen ist dies eine zuverlässige Tendenz, die, wenn sie nicht behindert wird, das Individuum zu Reife, Wachstum und einer Bereicherung des Lebens führt. Mein Resumee nach 15 Monaten personzentriertem Ansatz: auf die Aktualisierungstendenz ist Verlass.
Zurück in die Praxis. Während der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zentrales Axiom in Carl Rogers personzentrierter Persönlichkeitstheorie ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aktualisierungstendenz">Aktualisierungtendenz.</a> Dazu schreibt R.: <em>In meinen Augen ist dies eine zuverlässige Tendenz, die, wenn sie nicht behindert wird, das Individuum zu Reife, Wachstum und einer Bereicherung des Lebens führt</em>. Mein Resumee nach 15 Monaten <a href="http://www.zahnblog.de/praxis/">personzentriertem Ansatz</a>: auf die Aktualisierungstendenz ist Verlass.</p>
<p><a href="http://www.zahnblog.de/drei-monate-spaeter/">Zurück in die Praxis</a>. Während der Beratung erwähnt die Patientin, daß im Laufe der vergangenen Wochen ein anderer Zahn zunächst auffällig geworden sei, bevor er dann behandelt werden musste. Die Wurzelbehandlung des kleinen Backenzahnes sei aber noch nicht abgeschlossen. Ich nicke, im Stillen fällt es mir an dieser Stelle schwer dem Gespräch zu folgen. Ein Stück weit bin ich fassungslos. Nachdem es uns in den vergangenen Monaten gelang, einiges wieder gerade zu rücken, wie kann es sein, daß wir bei einer weiteren, annähernd gleichen Behandlung nicht das Vertrauen zur Erstbehandlung erhalten?</p>
<p>An einem Freitag-Morgen zwei Wochen später gehen wir die Patientenkarten des Tages durch. Überraschung. Die Patientin wird gegen neun zur Behandlung erwartet. Ihr Zahn hätte sich wieder gemeldet, das Spülen der Kanäle beim Erstbehandler nicht die gewünschte Wirkung gezeigt &#8230;</p>
<p><a href="http://www.zahnblog.de/wp-content/uploads/2010/03/15-2.jpg"><img src="http://www.zahnblog.de/wp-content/uploads/2010/03/15-2-300x175.jpg" alt="15-2" title="15-2" width="300" height="175" class="alignnone size-medium wp-image-515" /></a></p>
<p>&#8230; mit unserem Ergebnis (Bild) sind wir sehr zufrieden &#8230;. und überzeugt, daß handwerkliche Präzision nur ein Teil des Ganzen ist.</p>
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		<title>Leben mit Carl III</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 08:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Gerner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personzentriert]]></category>

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		<description><![CDATA[Die zahnärztliche Behandlung ist nicht nur für manchen Patienten die Hölle, auch der behandelnde Zahnarzt kann solche Situationen in seiner beruflichen Tätigkeit als außerordentliche Herausforderung erleben. Man könnte auch von Stress sprechen, teilweise wäre Angst das richtige Wort. Dieser Kehrseite der Behandlung von Angstpatienten wurde nur in einigen wenigen Studien nachgegangen. Eine dieser seltenen Arbeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die zahnärztliche Behandlung ist nicht nur für manchen Patienten die Hölle, auch der behandelnde Zahnarzt kann solche Situationen in seiner beruflichen Tätigkeit als außerordentliche Herausforderung erleben. Man könnte auch von Stress sprechen, teilweise wäre Angst das richtige Wort. Dieser Kehrseite der Behandlung von Angstpatienten wurde nur in einigen wenigen Studien nachgegangen. Eine dieser seltenen Arbeiten hierüber ist die Diplomarbeit der Psychologin Hella Heering-Sick, deren Ergebnisse in den Beitrag <a href='http://www.zahnblog.de/wp-content/uploads/2010/02/Patientenangst-im-Erleben-von-Zahnärzten-mit-unterschiedlichen-Persönlichkeitshaltungen.pdf'>Patientenangst im Erleben von Zahnärzten mit unterschiedlichen Persönlichkeitshaltungen</a> mündeten. Ziel der Studie war es herauszufinden, wie die betroffenen Zahnärzte die Belastung erleben und wie sie damit umgehen. Unter den Reaktionen der Kollegen waren die Antworten <em>Ich werde übervorsichtig</em> an erster Stelle genannt, dahinter folgen <em>Ich werde abgespannt und müde</em> , <em>Ich werde nervös</em> und <em>Mein Puls beschleunigt sich</em>. Damit könnte mancher Patienten gut leben. Spannender ist jedoch folgende Aussage, die ein Viertel der befragten Zahnärzte machten: <em>Meine Arbeit wird ungenauer</em>. Bedrohung ängstlicher Zahnarzt?</p>
<p>Und wie hilft sich Zahnarzt nun aus dieser Klemme? Natürlich darf hier die <em>Anwendung von mehr Lokalanästhesie</em> nicht fehlen, interessanterweise nimmt die Spritze aber nur den zweiten Platz ein.  Als sehr erfolgversprechend und von 82% der Befragten angegeben galten hingegen <em>Mehr Gespräche erklärender und beratender Art</em>. Damit scheint nicht nur Patient aus einem mit Empathie und Wertschätzung geführten Gespräch vor der Behandlung seinen NUtzen zu ziehen, sondern auch Zahnarzt. Verkehrte Welt? Nein, nur Wasser auf die Mühlen des amerikanischen Psychologen und Therapeuten Carl Rogers und seinen <a href="http://www.zahnblog.de/praxis/">personzentrierten Ansatz</a>.</p>
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		<title>Drei Monate später</title>
		<link>http://www.zahnblog.de/drei-monate-spaeter/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 08:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Gerner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personzentriert]]></category>
		<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Behandlung der beiden Backenzähne war vor drei Monaten abgeschlossen worden, jetzt gäbe es einen neuen Befund. Die Patientin bittet um eine zweite Meinung, in Wirklichkeit ist sie außer sich. Gehts es weiter mt dieser Zahngeschichte, den Allergien, den ganzen Unfassbarkeiten? 
Zurück zu unserem Bestellbuch. Als ich den Namen lese bin ich eher neugierig als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Behandlung der beiden Backenzähne war vor drei Monaten abgeschlossen worden, jetzt gäbe es einen neuen Befund. Die Patientin bittet um eine zweite Meinung, in Wirklichkeit ist sie außer sich. Gehts es weiter mt dieser Zahngeschichte, den Allergien, den ganzen Unfassbarkeiten? </p>
<p>Zurück zu unserem Bestellbuch. Als ich den Namen lese bin ich eher neugierig als skeptisch, da ich den Fall als einen der interessanteren abgespeichert habe. Die Möglichkeit wieder drauf schauen zu können nehme ich deshalb gerne war. Ging mein Behandlungskonzept auf, lief alles glatt &#8211; gabs Stress und wenn ja welchen? Jedensfall begegne ich der Patientin einigermaßen aufgeräumt. Sie hat Kontrollaufnahmen unserer Wurzelfüllungen mitgebracht, darauf sei ein unerklärlicher Fleck, den ich mir bitte anschauen solle. Hinter dem forderden Ton höre ich ein gerüttetes Maß an Verzweiflung, eigentlich genau gleich wie im November, als wir die Behandlung übernommen und später abgeschlossen hatten. Ich betrachte die Aufnahme und komme zu dem Schluß, daß es bei dem fraglichen Befund nicht um eine Aufhellung handelt, sondern um eine ortstypische Schattierung, von der unregelmäßigen Beschaffenheit der Spongiosa herrührend. Keine klinische Symptomatik, alles recht ordentlich. Unsere Patientin bleibt zunächst skeptisch, ganz langsam kehrt etwas Zuversicht zurück. Doch alles in Ordnung? Aus unserer Sicht ist jedenfalls alles soweit so gut. Trotzdem bin ich skeptisch und biete der Patientin an, nochmals die Krankengeschichte durchzugehen, um das Ganze zu einem guten Ende zu bringen. Eine dreiviertel Stunde später stellt sich die Geschichte etwas genauer dar. Eine große Belastung im Job, gerade noch die Kurve gekriegt. Parallel dazu Zahnprobleme von der rästelhaften Sorte. Erst oben, dann unten. Karies unter Kronen, Neuanfertigungen. Und während sich die Wogen im Job langsam glätten, die Zahnschmerzen bleiben. Oben, unten, mal hier, mal da. Der Allergologe wird ins Boot geholt und der HNO-Arzt, der Hausarzt ohnehin. Termine, Verdachtsdiagnosen, Ratlosigkeit. Und als ob das nicht reichen würde dann noch der Wurzelbehandlungsspezialist.</p>
<p>Kann ich hier als Experte für Wurzelkanalbehandlungen die Kohlen aus dem Feuer holen? Zumindest einige. Zunächst wird natürlich die technisch einwandfrei ausgeführte Wurzelbehandlung dahingehend für Ruhe sorgen, daß typische Probleme ausgehend von einer bakteriellen Kontamination des Wurzelkanalsystems weitgehend egalisiert werden können. In Fällen, in denen wir die Behandlung nicht konzipiert, sondern übernommen haben, bleibt die Frage übrig, ob eine sorgfältige Diagnose gestellt wurde. Oder anders formuliert: Hat die Wurzelbehandung sein müssen? Eine klare Antwort wird sich in den wenigsten Fällen finden, zu viel Zeit ist vergangenen in denen an zu vielen verschiedenen Schräubchen gedreht wurde. Die vergebenen Chancen kann auch der <a href="http://www.zahnblog.de/praxis/">personzentrierte Ansatz </a>nicht zurückbringen. Er kann für die Patientin aber eine Hilfe sein, das Beste aus der Sache zu machen.</p>
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		<title>Leben mit Carl II</title>
		<link>http://www.zahnblog.de/leben-mit-carl-ii/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 07:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Gerner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personzentriert]]></category>

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		<description><![CDATA[Demnächst ist Mittagspause und Pizza essen im Da Vinci mit der kleineren Urlaubsmannschaft. Noch rasch Frau X verabschieden und los. Ein Blick ins Wartezimer, neben Patientin X, einer älteren Dame, sitzt dort eine weitere Person mit der ich nicht gerechnet habe. Haben wir jemanden vergessen? Nein, werde ich von Anne aufgeklärt, es handle sich um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Demnächst ist Mittagspause und Pizza essen im <em>Da Vinci</em> mit der kleineren Urlaubsmannschaft. Noch rasch Frau X verabschieden und los. Ein Blick ins Wartezimer, neben Patientin X, einer älteren Dame, sitzt dort eine weitere Person mit der ich nicht gerechnet habe. Haben wir jemanden vergessen? Nein, werde ich von Anne aufgeklärt, es handle sich um die Schwiegertochter der Patientin, die hätte die Taxifahrerin gegeben. Schön.</p>
<p>Mit dem Röntgenbild in der Hand gehe ich ins Wartezimmer, bespreche mit der Patientin den Befund und will mich gerade verabschieden, als die Begleiterin sich an mich wendet. Ob ich auch nach Ihrem Zahnproblem schauen könnte, sie hätte Schmerzen seit vielen Jahren. Könne sie einen Termin bekommen? Gerne antworte ich, sie können aber auch gleich drankommen. Einerseits sehe ich zwar schon die Pizza vor meinem Auge vorbeifliegen, andererseits bin ich neugierig, da war was. Sie würde aber gerne auch nochmals kommen, insistiert die Begleiterin, das sei kein Problem. Patientin X klinkt sich ein, bleib doch da, dann müsse man auch nicht extra herfahren. Mitunter herrlich pragmatisch, diese älteren Leute.</p>
<p>Die &#8220;neue&#8221; Patientin berichtet über Schmerzen seit vielen Jahren auf der linken Seite, der letzte Behandlungsversuch sei von ihr erst unlängst abgebrochen worden, ein Zahn wäre mit Zement versorgt worden. Röntgenbild und Vitalitätsprobe sind unauffällig, dafür ist der Funktionsbefund spektakulär. Kein Muskel der nicht mindestens druckdolent ist, teilweise weicht die Patient schon bei der bloßen Berührung aus. Ob sie eine Schiene getragen hätte? Ja, antwortet sie und sie wisse auch um das Knirschen und Pressen, es ginge schon seit ewigen Zeiten so. Ich fasse meine Untersuchung zusammen und referiere noch über das Wesen der Cranio-manibulären Dysfunktion. Ob sie gerade mehr knirscht als sonst, ob sich etwas verändert hätte, in der Firma, in der Familie? Sie antwortet leise, mit dünner Stimme. Schleichend, kaum merklich vollzieht sich während unseres Gesprächs ein Wandel: an die Stelle der resoluten Patientin, energisch und bisweilen fordernd auftretend, tritt immer mehr die besorgte Mutter, ratlos und unendlich traurig. Ein Problem in der Familie und die Lösung in weiter Ferne. Und während die Behandlungen ohne Erfolg seinen würde sich derjenige immer mehr zurückziehen, die Hilfe ablehnen &#8230;. sich stumm zur Wehr setzen.</p>
<p>Unser Gespräch endet nach knapp 45 Minuten. Und geht mir in den kommenden Stunden nicht mehr aus dem Kopf. Freue mich über die vermeintliche Lösung des Zahnproblems, denke an die unendlichen Möglichkeiten der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personzentrierter_Ansatz">personzentrierten Beratung</a>. Am Abend Supervision mit der Gattin. Was tun? Ein weiteres Gespräch anbieten? Am nächsten Tag fasse ich mir ein Herz und rufe die Patientin an. Ich biete ihr eine Fortsetzung des Gesprächs im Rahmen einer Beratung an. Zunächst ist sie überrascht, dann neugierig, schließlich interessiert. Sie müsse jedoch erst die Stundenpläne der Kinder abwarten, schließt sie ab, und will sich dann telefonisch melden. Dabei bleibt es. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Rogers">Rogers</a> hat hierzu folgendes formuliert: Um sich weiterzuentwickeln, Neues zu erproben zu können, „<em>setzt der entfaltende Aspekt der Aktualisierungstendenz die ausreichende Gewährleistung des erhaltenden Aspekts voraus</em>“ oder kurz: erst die Termine, dann das Vergnügen.</p>
<p><a href="http://www.zahnblog.de/leben-mit-carl/">Leben mit Carl.</a></p>
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		<title>Leben mit Carl</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 20:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Gerner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personzentriert]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Uhr zeigt kurz vor 8, wir sind gerade über unser Bestellbuch gebeugt und gehen die Patienten des Tages durch. Vorgesehene Behandlungsmaßnahmen, gibt es etwas besonderes zu beachten, müßen spezielle Instrumente bereitgestellt werden? Die Eingangstür öffnet sich energisch und Patient A. tritt beherzt ein. Er stellt sich vor, ein Blick in die Liste und klar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Uhr zeigt kurz vor 8, wir sind gerade über unser Bestellbuch gebeugt und gehen die Patienten des Tages durch. Vorgesehene Behandlungsmaßnahmen, gibt es etwas besonderes zu beachten, müßen spezielle Instrumente bereitgestellt werden? Die Eingangstür öffnet sich energisch und Patient A. tritt beherzt ein. Er stellt sich vor, ein Blick in die Liste und klar ist, das Herr A. ein satte Stunde zu früh bei uns eingetroffen ist. Ein Mißverständnis in der Terminvereinbarung. Bei Ihm, bei uns? Mein team etwas verunsichert &#8211; Ich versuche die Szene etwas zu entschärfen. Kurz nach 8 trifft die bestellte Patientin ein und wir beginnen mit unserem Tagesprogramm. Wenig später eine kurze Diskussion an der Anmeldung, Wortfetzen dringen in das Behandlungszimmer. Tendenz dicke Luft. Wenig später ein Einlenken des überpünktlichen Patienten. Die Stimmung in der Praxis heitert etwas auf.</p>
<p>Punkt 9 Uhr Wechsel im Behandlungszimmer. Patient A. tritt ein, kurze Begrüßung, ein kleiner Schlencker zum Mißgeschick und wieder zurück zum Überweisungsauftrag. Ich höre konzentriert zu, kläre auf, beantworte Rückfragen und unterbreite einen Behandlungsvorschlag. Die Revision der Wurzelkanalbehandlung verläuft nur teilweise gut, mesiobuccal ist nichts zu machen. Eine Stunde später. Der Zahn ist soweit behandelt, das Mikroskop wieder in Parkposition an der Wand. Nachbesprechung. Ich bin mit dem Behandlungsergebnis dahingehend zufrieden, als daß ich das bestmögliche aus der schwierigen Situation machen konnte. Pat. A. teilt meine Meinung nicht. Die von mir vorgeschlagenen &#8220;Nacharbeiten&#8221; stimmen wenig mit dem überein, wie er sich das Behandlungsergebnis vorgestellt und wie wir sie auch eingangs unter Zugrundelegung der Röntgenaufnahmen besprochen hatten. Die augenblickliche Szene erinnert unwillkürlich an den &#8220;Einstand&#8221; von Patient A. in unserer Praxis vor rund einer Stunde. Aber anders als vorhin höre ich mehr auf die Zwischentöne in der Patientenaussage, die Sorge wegen vielleicht schmerzhafter Behandlungen, verloren gehenden Zähnen und einer sich immer länger hinziehenden Odysee durch Zahnarztpraxen mit ungewissem Ausgang. Ich nehme die Befürchtungen ernst, kläre in den unklaren Punkten weiter auf und frage zurück. Eine Viertel Stunde später scheint die Sonne nicht nur vor den Praxisfenstern, sondern auch im Behandlungszimmer. Der Tonfall ist nicht mehr sarkastisch bis resigniert und dafür neugierig und optimistisch. Wir verabschieden uns, in einem zweiten Termin gilt es eine weiteren Zahn zu behandeln. Dies dürfte ein Routineeingriff werden und wenig spektakulär. Sehr gespannt bin ich auf das Ergebnis der Arbeit an der der Seele, ich wäre zufrieden und dankbar, hätte ich hier etwas erreichen können. <a href="http://www.zahnblog.de/personzentrierte-beratung/">Leben mit Carl I.</p>
<p></a></p>
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		<title>Personzentrierte Beratung</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 21:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Gerner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dorothea Kunze ist Trainerin mit Herz und Verstand. Ruhig und konzentriert folgt sie dem Gespräch, manchmal mit geschlossenen Augen, den Kopf leicht gesenkt. Ihre feedbacks sind klar strukturiert und von milder Deutlichkeit, ihr scheint nichts zu entgehen, keine noch so kleine Veränderung der Stimmlage, keine noch so versteckte Botschaft des Klienten wie des Beraters. Immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.institut-facilitate.de/kunze.html">Dorothea Kunze</a> ist Trainerin mit Herz und Verstand. Ruhig und konzentriert folgt sie dem Gespräch, manchmal mit geschlossenen Augen, den Kopf leicht gesenkt. Ihre feedbacks sind klar strukturiert und von milder Deutlichkeit, ihr scheint nichts zu entgehen, keine noch so kleine Veränderung der Stimmlage, keine noch so versteckte Botschaft des Klienten wie des Beraters. Immer wieder springt sie auf um die Aufstellungen auf den flip-charts zu ergänzen, greift nach einem Buch um eine wichtige Anmerkung zu zitieren. Nach einem Jahr Bedenkzeit habe ich mich entschlossen, eine berufsbegleitende Weiterbildung in personzentrierter Beratung/GwG zu beginnen. Der personzentrierte Ansatz geht auf den amerikanischen Psychologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Rogers">Carl Rogers</a> zurück. Ürsprünglich in der Gesprächspsychotherapie eingesetzt, wurde schon früh erkannt, das sich die Grundprinzipien dieser Idee auch auf verschiedenste andere Bereiche übertragen lassen wo Menschen miteinander kommunizieren. Im ersten Kursteil am vergangenen Wochenende standen die theoretischen Grundlagen des <em>personcentred approch</em> im Vordergrund. Ungewohnt das Sitzen im Kreis, wo bei Fortbildungen sonst powerpoint-Präsentationen in abgedunkelten Räumen den Kurzschlaf förmlich herbeirufen. Dazwischen praktische Übungen in konstruktiver, wohltuender Atmosphäre. In der Mittagspause ein kurzer Lauf über die sonnigen Felder. Der Kopf damit beschäftigt die vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten, unter den Sohlen knirscht der gefrorene Schnee.</p>
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